Problematik Unternehmensbewertung
Im folgenden haben wir einen kurzen Überblick über die Problematik und Komplexität eines Gutachtens zur Unternehmensbewertung zusammen gestellt.
Es gibt keinen objektiven Unternehmenswert!
Für Unternehmen, Firmen und Betriebe gibt es in der Regel keinen Preisspiegel wie bei Gebrauchtwagen oder Immobilien. Bei einem Unternehmenskauf oder -verkauf muss der Wert in jedem Einzelfall zwischen den Vertragsparteien ausgehandelt werden. Selbst der Börsenwert ist nur wenig hilfreich, denn er ist ein reiner Marktwert, in den sehr viele emotionale und psychologische Komponenten einfließen.
Um eine betriebswirtschaftlich fundierte Unternehmensbewertung zu finden, wurden von den Wirtschafts-Wissenschaften verschiedene mehr oder weniger komplizierte Rechenmodelle und Verfahren entwickelt. Wikipedia beispielsweise kennt 9 Haupt-Rechenmodelle, mit einer Reihe von Untermethoden, davon gehören je nach Anlassfall, etwa 5 Bewertungsmethoden zu den Standardverfahren.
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Auf der anderen Seite hört man oft von der sogenannten "Praktiker-Methode". Man nehme den Jahresumsatz und multipliziere ihn mit einer 'Zahl x' je nach Branche. Das Resultat soll der zu erzielende Kaufpreis sein.
Diesen Vorgangsweisen ist eines gemeinsam - sie sind zunächst mal rein theoretisch! Wie immer die Wertermittlung auch zustande kommt, ein echter "Kaufpreis" ist das noch lange nicht. Dazu muss man erst mal einen Käufer oder Verkäufer finden.
Fakt ist, dass der betriebswirtschaftliche Unternehmenswert, der steuerliche Unternehmenswert und ein tatsächlich zu erzielender Preis als Marktwert, trotz jeweils korrekter Ermittlung völlig verschieden sein können.
Unternehmensbewertung ist komplex
und erfordert Fachwissen
Eine Unternehmensbewertung ist deshalb schon grundsätzlich eine recht komplexe und nur bedingt eindeutige Aufgabe. Sie setzt grundsätzlich eine klare Zweckbestimmung der Bewertung, ein tiefgreifendes Verständnis für Bilanzen und GuV-Rechnungen und einen fundierten Überblick über das Unternehmensumfeld voraus.
Unternehmensbewertung ist
arbeitsintensiv und zeitaufwendig
Die praktische Durchführung einer umfassenden Unternehmensbewertung ist relativ arbeitsintensiv und kann von 3 Tagen bei kleinen Unternehmen bis zu 3 Wochen bei Großunternehmen dauern.
Speziell für Unternehmens-Käufer hat sich darüber hinaus ein Prüfungs-Verfahren etabliert, das als "Due Dilligence" bekannt ist. Der Begriff heißt wörtlich übersetzt "Besondere Sorgfalt". Hierbei wird das zu kaufende Unternehmen "besonders sorgfältig" in allen denkbaren Bereichen geprüft. Dazu gehören beispielsweise Gesellschaftsstruktur, Management, Patente und Schutzrechte, Verträge, Mitarbeiter, Rentenvereinbarungen, Steuersituation, Kundenstamm, Marktposition, Zukunftsaussichten, um nur einige zu nennen.
Eine Due Dilligence geht weit über eine normale Unternehmensbewertung hinaus und kann bis zu 6 Monaten dauern.
Durchführung braucht praktische Erfahrung
Hinzu kommt, dass die Durchführung einer Unternehmensbewertung ein hohes Maß an praktischer Erfahrung und Spezialwissen erfordert. Zwar könnte im Prinzip jeder Steuerberater und jeder gelernte Betriebswirt eine Unternehmensbewertung durchführen, ohne praktische Erfahrung ist dies jedoch sehr zeitaufwendig und lässt sich nur schwer zu vertretbaren Kosten durchführen. Experten mit Praxiserfahrung für Unternehmensbewertungen sind deshalb relativ selten anzutreffen
Kompetente Kurz-Gutachten
Unter all diesen Bedingungen und Einflussfaktoren für die Bewertung von Unternehmen erfordert in der Regel eine professionelle, um-fassende Unternehmensbewertung einen hohen Arbeitsaufwand durch fachkundige Experten, mit entsprechend hohe Kosten.
Lohnen sich diese Kosten? Ist es den Aufwand wert?
Es kann durchaus empfehlenswert und sinnvoll sein, ein professionelles Kurz-Gutachtens als erste Information zum Wert des Unternehmens einzuholen.
Wir haben uns seit 1998 auf Kurz-Gutachten spezialisiert und liefern einen informativen Bericht, der die Daten für Sie verständlich aufbereitet. Wichtige Kennzahlen und Bewertungs-Faktoren werden gesondert ausgewiesen. Damit können diese bei Bedarf nachgeführt und aktualisiert werden, die Auswirkungen verschiedener Bewertungs-Alternativen können leicht selbst ermittelt werden.